Das barocke Epitaph aus schwarzem Marmor gedenkt in gelehrter Weise mit Text und Bild des 1700 verstorbenen Domherrn Heinrich Mering. Das Bronzerelief mit der Büste des Verstorbenen wird von zwei Personifikationen gerahmt: einer Frauengestalt, die einen Apfel reicht, und dem Tod, mit dem Pfeil auf Mering zielend. Sie versinnbildlichen die ‘Süße des Lebens’ und den ‘Schrecken des Todes’, die ihn nicht länger quälen. Darunter erscheint zwischen zwei Putten sein Wappen mit Wahlspruch, während eine längere Inschrift an seine Ämter und seine Rolle als Kunstförderer erinnert. So blickt der Verstorbene von seinem Epitaph auf den von ihm gestifteten und entworfenen Kreuzaltar.
Hildegard Schäfer M.A., Kunsthistorikerin