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Klöppel der Kaiserglocke, 1876

Foto: © Dombauarchiv Köln, A. Wolff

Der schwere Gußeisenklöppel der Kaiserglocke mußte mehrfach umgeändert werden, doch gelang auch dann noch kein einwandfreies Läuten. Am 6. Juni 1908 brach beim Einläuten des Pfingstfestes die obere Öse ab. Der 1000 kg schwere Klöppel stürzte während des Läutens in den Glockenstuhl, ohne eine der über 50 anwesenden Personen, die zum Läuten der fünf großen Glocken erforderlich waren, zu verletzen. Daraufhin wurde eine elektrische Läutemaschine eingebaut, die die Glocken mit von Hand gezogenen Kupplungen in Bewegung setzte. Eine schwere Eisenkugel mit Anschlagballen aus Bronze diente als Klöppel in der Kaiserglocke. Am 19. Juli 1909 war erstmals ein wenigstens technisch einwandfreies Läuten möglich. Musikalisch blieb das Domgeläute problematisch.

Prof. Dr. Arnold Wolff, Dombaumeister a.D.