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Einstieg zu einer Gruft aus der Barockzeit

Foto: © Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk

Das Ziegelgewölbe am oberen Bildrand befindet sich unmittelbar unter dem heutigen Domfußboden. Es handelt sich um ein Gruftgewölbe, das in der Barockzeit innerhalb des Vierungsbereiches des unfertigen gotischen Domes angelegt worden ist. Man nutzte dabei den Plattenfußboden am unteren Bildrand aus der Zeit des Alten Domes. Über die Treppenstufen wurden in der Regel Särge aus Holz, Zink oder Blei in die Gruft eingebracht. Die Gruft wurde mehrfach verwendet und nach der Einbringung einer jeden einzelnen Grablege jeweils immer wieder zugemauert; insgsamt konnte sie sechs bis acht Bestattungen aufnehmen. Die oberen standen auf in die Wand eingelassenen Eisenstangen. Nach der Bestattung wurde der ungefähr quadratische Einstieg von oben zugemauert. Diese Öffnung ist leicht zu erkennen, da hier der Mörtel nicht von einer Schalung aufgefangen wurde, sondern herunter getropft ist.

Dr. Sebastian Ristow, Archäologe