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Fußbodenheizung eines röm. Gebäudes

Foto: © Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk

Zwischen den modernen Grabungsausbauten befinden sich in der Mitte die aus runden und viereckigen Ziegeln geschichteten Stützen eines römischen Hypokaustums, wie es für die Römerzeit weit verbreiteter Standard war. Am oberen Bildrand ist ein Heizkanal zu erkennen. Der Raum unter dem Zentrum des heutigen Domes stammt wohl aus dem 2. oder 3. Jahrhundert und gehörte vielleicht zu einem der besser ausgestatteten römischen Häuser im Nordosten der Stadt. Da kein vollständiger Grundriß und keine auf die Funktion der Gebäude hindeutenden Reste der Innenausstattung erfaßt sind, muß die Ausgrabung hier fortgeführt werden. Die ausgezeichnete Lage des Gebäudes auf der Erhebung der Niederterrasse läßt an ein weithin an der Rheinfront sichtbares Gebäude denken. Vielleicht haben hier auch Thermen oder Verwaltungsbauten gestanden.

Dr. Sebastian Ristow, Archäologe