zurück zu Home

Glockengußgrube

Foto: © Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk

Teilweise freigelegte Glockengußgrube aus der Zeit kurz vor 1450, als hier eine der beiden großen Domglocken (Pretiosa oder Speciosa) gegossen wurde. In die damals verfüllte Gußgrube hinein sind wenig später die Fundamente des Nordturms links hinten und des Pfeilers rechts vorne gesetzt worden. Solche Überschneidungen helfen bei der Feststellung der Altersverhältnisse (relative Chronologie) der einzelnen Bauteile. In die Grube hinein führte eine Schräge, deren oberes Ende hinter dem Standort des Photographen lag und die zum Transport in die und aus der Grube diente. Links wurden Standspuren großer Pfosten gefunden, die sowohl ein Dach als auch einen Kran getragen haben können.

Dr. Ulrich Back, Archäologe