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Spätrömischer Brunnen

Foto: © Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk

Im Vordergrund ist die runde Steineinfassung eines knapp 14 Meter tiefen Brunnens aus der Mitte des 4. Jahrhunderts zu erkennen. Er wurde bis zum Ende der Römerzeit in Köln genutzt und im 5. Jahrhundert durch den darüberliegenden Boden überbaut. Noch etwas höher sind die mächtigen Fundamente von merowingerzeitlichen Kirchenbauten zu sehen. Das Bild illustriert also die kontinuierliche Nutzung des Bauplatzes zwischen Römerzeit und Frühmittelalter.

Die weiter hinten zu erkennende Säule gehört zur Trennung zwischen den beiden südlichen Seitenschiffen des Alten Domes in seiner letzten Ausbauphase. Die große Treppe links führte vor 1322 vom Niveau des Alten Domes auf die Bodenhöhe des gotischen Neubaus, so daß eine gemeinsame Nutzung der Bauhälften möglich war.

Dr. Sebastian Ristow, Archäologe