Das jüngere Bibelfenster gehört nicht von alters her in den Dom. Es wurde um 1280 für den neuen Chor der Kölner Dominikanerkirche gestiftet. Die Stifter waren der berühmte mittelalterliche Theologe Albertus Magnus und der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg. 1804 wurde die Dominikanerkirche im Zuge der Säkularisierung abgerissen. Einige ihrer Glasmalereien gelangten 1823 in den Dom, darunter das Bibelfenster. Es wurde aber erst 1892 in der Stephanuskapelle eingesetzt. Nicht alle mittelalterlichen Bildfelder waren erhalten, deshalb wurden damals einige Medaillons in der Kölner Glaswerkstatt Schneiders & Schmolz neu geschaffen.