zurück zu Home

Dreikönigenschrein

Foto: © Dombauarchiv Köln, Matz und Schenk

Der Teufelsstein

Zu Köln nahm die Verehrung der Heiligen Drei Könige stetig zu. Dies verärgerte den Teufel derartig, daß er danach trachtete den Dreikönigenschrein zu zerstören. Er suchte sich einen schweren Stein, zielte damit durch das Dach des Domes auf den Schrein und stieß den Stein herab. Gott aber verhinderte diesen Frevel, indem er den Schrein zur Wand zurückweichen ließ. So entging der Schrein der Zerstörung. Den Stein und die sich darauf abzeichnenden Krallen des Teufels aber sind heute noch zu sehen.

Claudia Bauer

Die Dreikönigsreliquien kommen nach Köln

Als 1161 Kaiser Barbarossa die Stadt Mailand belagerte, war ihm der aufrechte und tapfere Bürgermeister, der den Widerstand leitete, ein besonderer Dorn im Auge. Der Kaiser schwor ihn hängen zu lassen sobald die Stadt gestürmt sei. Währenddessen brachte Graf Rainald von Dassel, damaliger Erzbischof von Köln und Kanzler des Kaisers, durch List in Erfahrung, daß ein Mailänder Nonnenkloster die Gebeine der Heiligen Drei Könige beherbergte. Die Äbtissin dieses Klosters aber war die Schwester des Bürgermeisters. Sie trat in geheime Verhandlungen mit Rainald um ihren Bruder vor dem Zorn des Kaisers zu schützen und bot an, das Leben des Bürgermeisters gegen die Reliquien zu tauschen. So erbat sich Rainald nach Erstürmung der Stadt als Lohn von seinem Kaiser nur das, was die Äbtissin auf ihren Schultern aus der Stadt tragen könne. Der ahnungslose Kaiser willigte, ob der geringen Forderung erstaunt, ein. Wie zornig war er aber, als er gewahren mußte, wie die Äbtissin ihren Bruder auf dem Rücken aus der Stadt schleppte. Rainald aber ließ heimlich seinen eigentlichen Lohn, die Gebeine der Heiligen Drei Könige, nach Köln in den Dom schaffen, wo sie noch heute besichtigt werden können.

Claudia Bauer

Das Evangelium nach Matthäus 2, 1-12

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem

und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.

Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.

Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.

Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:

Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.

Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.

Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.

Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.

Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.

Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Detailansichten zu diesem Bild:
Dreikönigenschrein Kameo mit Medusenhaupt, 1. Jh. n. Chr. Venusgemme, 1. Jh. v. Chr. Gemme mit Herrscherkopf, 1. Jh. n. Chr. Dreikönigenschrein, Stirnseite, um 1200
Gemme mit Tänzerin, 1. Jh. v. Chr. Kameo mit Herrscherkopf, 2. Jh. v. Chr. Anbetung der Könige Heilige Drei Könige mit König Otto IV. Taufe Christi
Löwenköpfe unter dem Firstkamm Weltgericht Jagdfries, Eberjagd Jagdfries, Reiterkampf Jadgfries, Löwenkampf
Nerokameo, 1. Jh. n. Chr. Dreikönigenschrein, Davidseite Dreikönigenschrein, Rückseite Dreikönigenschrein, Salomonseite