Erzbischof Brun(o) I. von Sachsen
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Amtszeit 953-965
Erzbischof Brun (Bruno I.) ist der bedeutendste Vertreter des Typs der Reichsbischöfe im ottonisch-salischen Reichskirchensystem. Gleichzeitig ist er einer der herausragendsten Kölner Erzbischöfe und Gründer der Stifte St. Andreas, Groß St. Martin, St. Maria im Kapitol und der Benediktinerabtei St. Pantaleon. Er erweiterte den Dom um ein Seitenschiff auf jeder Seite und brachte Petrusstab und Petruskette nach Köln. Brun war der jüngste Sohn König Heinrichs I., also ein Bruder Ottos I. Am Hof Ottos war er Kanzler und Erzkaplan. Brun führte während des Italienfeldzuges Ottos die Regentschaft gemeinsam mit dem Bischof von Mainz und scheute auch vor Heereszügen nicht zurück. Brun war außerdem Herzog von Lothringen und damit der erste Kölner Erzbischof, der weltliche und geistliche Gewalt gleichermaßen in Händen hielt. Bis 1801 blieben die Erzbischöfe von Köln auch weltliche Regenten.
Brun wurde später als Heiliger verehrt.
Ruhestätte: Sarkophag in der Krypta der Kirche St. Pantaleon, Köln








