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Wange NC Westen, Judensau

Foto: © Dombauhütte Köln, Matz und Schenk

Die beiden Vierpässe dieser Wange sind ein unverhohlenes Zeugnis für den mittelalterlichen Antijudaismus in Köln, obwohl die Juden unter dem Schutz des Erzbischofs standen. Links hält ein Jude eine Sau an den Vorderpfoten empor. Ein zweiter Jude füttert die Sau und ein dritter kniet nieder, um an den Zitzen der Sau zu trinken. Im rechten Vierpaß wird eine Sau mit drei Ferkeln aus einem Trog gekippt. Von rechts führt ein Jude einen Knaben heran, der durch einen Kreuznimbus ausgezeichnet ist. Neben der Verunglimpfung der Juden durch den Umgang mit dem nach jüdischer Vorstellung unreinen Schwein wird in der Darstellung der Vorwurf des Ritualmordes an christlichen Kindern erhoben. (MS)
Dr. Marc Steinmann, Kunsthistoriker

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