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Heilige Drei Könige mit König Otto IV.

Foto: © Dombauhütte Köln, Matz und Schenk

In den Kleeblattbogen, der die Könige in der Anbetungsszene rahmt, ist eine vierte Figur aufgenommen. Es ist König Otto IV., der um 1200 Gold und Edelsteine für die Vorderseite gestiftet hat. Otto trägt zwar keine Krone, stellt sich aber trotzdem selbstbewußt in eine Reihe mit den biblischen Königen, die als erste christliche Herrscher Vorbild für die mittelalterlichen Könige waren. Das Bild soll so seine Rechtmäßigkeit als Herrscher erweisen, die umstritten war: Otto IV. war Gegenkönig zu Philipp von Schwaben. Gleichzeitig wird dadurch deutlich, daß die Dreikönigsreliquien für die deutschen Könige den Rang von Staatsreliquien hatten, ebenso wie die Dornenkrone Christi im Besitz der französischen Könige.

Dr. Rolf Lauer, Kunsthistoriker

Detailansichten zu diesem Bild:
Dreikönigenschrein Kameo mit Medusenhaupt, 1. Jh. n. Chr. Venusgemme, 1. Jh. v. Chr. Gemme mit Herrscherkopf, 1. Jh. n. Chr. Dreikönigenschrein, Stirnseite, um 1200
Gemme mit Tänzerin, 1. Jh. v. Chr. Kameo mit Herrscherkopf, 2. Jh. v. Chr. Anbetung der Könige Heilige Drei Könige mit König Otto IV. Taufe Christi
Löwenköpfe unter dem Firstkamm Weltgericht Jagdfries, Eberjagd Jagdfries, Reiterkampf Jadgfries, Löwenkampf
Nerokameo, 1. Jh. n. Chr. Dreikönigenschrein, Davidseite Dreikönigenschrein, Rückseite Dreikönigenschrein, Salomonseite