Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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News

24.04.2012

Stellvertretender Dombaumeister Bernd Billecke verstorben

Bild:dombau-koeln.de

Die Kölner Dombauhütte trauert um ihren stellvertretenden Dombaumeister Dipl. Ing. Bernd Billecke, der am 21. April 2012 überraschend verstarb. Der Kölner Dom verliert mit Bernd Billecke einen engagierten und erfahrenen Mitarbeiter, die Mitglieder der Dombauhütte einen großherzigen Freund und Kollegen.

Bernd Billecke wurde am 9. Mai 1952 im hessischen Treysa geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Westfalen. Er studierte Architektur in Höxter und Berlin, wo ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Ausbildung im Bereich der Denkmalpflege lag. Am 1. Juli 1978 wurde er als Architekt in der Dombauverwaltung angestellt. 1985 wurde er Nachfolger des »Bauconducteurs« Hubert Kusche und damit Stellvertreter des Dombaumeisters.

 

Seine Aufgaben für die Dombauhütte waren vielfältig. Als Fachbauleiter betreute er einen Großteil der Restaurierungsarbeiten am Kölner Dom und war für die Baulichkeiten der Dombauhütte und des Domkapitels zuständig. Seine größten eigenständigen Projekte als Architekt am Dom waren die selbstständige Planung und Ausführung der Gebäude der Dombauhütte und der neuen Schatzkammer, die in vorbildlicher Weise die historischen Räumlichkeiten des gotischen Sakristeikellers in den Neubau integriert.

 

Die oberirdisch sichtbare, mit 400 patinierten Bronzeplatten gezierte Fassade der Heiltumskammer soll, wie Billecke selbst betonte, die Schatzkammer wie eine »Schutzmauer [...] gegen die unruhige Zone der Domplatte« abschirmen, während die goldene Stele vor dem Bau anschaulich auf die im Gebäude verwahrten Pretiosen hinweist. Bis heute gilt die Domschatzkammer als eines der schönsten geistlichen Museen.

Aber auch die Entwürfe von Ausstattungsgegenständen wie den Sedilien in der Vierung, die ehemalige Innenraumbeleuchtung oder die Konstruktionszeichnungen für den in den 1980er Jahren erneuerten Dachkamm und für die Außenschutzverglasung des Domes gehen auf ihn zurück. In den vergangenen Jahren hat er sich vor allem der Neugestaltung der Ausgrabungen unter dem Kölner Dom gewidmet. Große Teile der bis dahin eher provisorisch erschlossenen Grabung haben sich unter seiner planerischen Hand und Dank seiner Liebe zum formschönen Detail in ein ästhetisch äußerst ansprechendes Besucherareal verwandelt. Leider kann er den Abschluss dieser Arbeiten nun nicht mehr erleben.

 

Neben seiner Tätigkeit für den Kölner Dom engagierte sich Bernd Billecke als Architekt auch im Heiligen Land. Seit dem 15. Mai 1999 Angehöriger des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, war er im Jahr 2000 vom damaligen Statthalter Prof. Paul Theodor Oldenkott in die Heilig-Land-Kommission der Deutschen Statthalterei berufen worden. Bei seinen vielen Reisen ins Heilige Land stand er den Verantwortlichen vor Ort mit seinen Vorschlägen für Bau- und Restaurierungsmaßnahme stets mit Rat und Tat zur Seite.

Die Exequien werden gehalten am 26.04.2012 um 11:30 Uhr im Hohen Dom zu Köln. Die Beisetzung findet anschließend um 14:30 Uhr auf dem Friedhof Melaten in Köln von der Trauerhalle Piusstraße aus statt.

 

Matthias Deml

Bild:dombau-koeln.de

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