Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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News

03.11.2014

Steinschlag am Kölner Dom

C: Dombauhütte Köln, J. Rumbach

gestern Vormittag, am Sonntag, den 2. November, schlug gegen 10:00 Uhr ein Steinbrocken aus Drachenfelser Trachyt im Bereich zwischen dem Domladen und dem Südturm des Kölner Domes auf der Rampe zur sogenannten Papstterasse auf.

Bei dem abgestürzten Stein handelt es sich um eine mittelalterliche Lilie aus der Maßwerkrosette eines der Turmfenster (1. Obergeschoss – sog. Uhrenboden, da hier das Uhrwerk der Domuhr steht – Südseite, östliches Fenster). Die Lilie hat sich entlang der Nut, die zur Aufnahme der Bleifenster dient, aufgespalten, so dass eine Hälfte des Werkstückes in den Uhrenboden, die andere außen auf die sog. Papstterasse abgestürzt ist. Die Schadenstelle befindet sich ungefähr in einer Höhe von etwa 39 m.

Da der Riss in der Fensterlaibung und zudem hinter der Verglasung verdeckt lag, hätte er auch bei der 2012 erfolgten „Begehung“ des Bereiches mit einem Steiger oder auf den kürzlich mit Hilfe einer Drohne erstellten Fotografien nicht erkannt werden können.

 

Der Vorfall wurde von einer Musikband beobachtet, die in diesem Bereich gerade mit Filmaufnahmen beschäftigt war. Der Stein wiegt über 1,5 kg. Glücklicherweise kam bei seinem Absturz niemand zu Schaden.

Der Südturm stammt in seinem unteren, etwa 58 m hohen Bereich noch aus dem 14. Jahrhundert und wurde aus Drachenfelser Trachyt errichtet. Die Schadensursache dürfte die natürliche Verwitterung des vor fast 650 Jahren verbauten und inzwischen in Teilen stark verwitterten Gesteins sein. Nach einem vergleichbaren Steinschaden 2012 war der Südturm mit einem Steiger abgefahren und loses Gestein entfernt worden. Kritische Teile der Architektur wurden im Folgejahr mit Schutznetzen versehen. Die Schadensuntersuchung wird ergeben, in welchen Bereichen hier Nachbesserungsbedarf besteht.

Kleinere Steinschläge sind an einem historischen Natursteinbau der Größe des Kölner Dom nie ganz auszuschließen. Hierzu kommt es vor allem bei sehr feuchter oder windiger Witterung, weshalb die Domplatte bei Sturm regelmäßig gesperrt wird. Aber auch plötzliche starke Erwärmung der Steinoberfläche kann zu Steinabstürzen führen.

 

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4