Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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Trachyt vom Drachenfels

Trachyt vom Drachenfels
Foto: © Dombauarchiv Köln

Von der Grundsteinlegung am 15. August 1248 an bis zum Ende der mittelalterlichen Bautätigkeit im Jahre 1560 wurde am Dom für Sichtflächen fast ausschließlich der Trachyt vom Drachenfels verwendet. Er eignete sich gut zu Quadern und zu plastischen Werken mittlerer Feinheit und ließ, was bei Profilen, Basen und Maßwerken wichtig war, die Herstellung einer geschliffenen Oberfläche zu. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand der Dom fast ausschließlich aus diesem Material.

Der Drachenfels im Mittelalter
Foto: © Dombauarchiv Köln

Eine wichtige Voraussetzung für die Wahl eines Gesteins ist seine Lage zum Bauwerk, denn Transporte waren im Mittelalter unvorstellbar teuer. Der Drachenfelstrachyt war relativ leicht zu beschaffen, denn der Bruch lag nahe dem Rhein, so daß die Blöcke auf geneigter Ebene bis an den Strom geschleift werden konnten. Auf mittelalterlichen Tafelbildern ist gelegentlich das Siebengebirge dargestellt, das bei schönem Wetter vom Dom aus gut zu sehen ist. Auf dem Ausschnitt ist der Drachenfels mit der Rutsche für die Domsteine zu erkennen.

Gut erhaltene Teile aus Drachenfelstrachyt
Foto: © Prof. Dr. Arnold Wolff

Der Trachyt hat sich im Inneren und an vielen glatten Flächen des Außenbaues bis heute recht gut bewährt. Besonders an den großen Fenstermaßwerken ist er meist noch in gutem Zustand.

Verwitterung des Drachenfelstrachyts
Foto: © Prof. Dr. Arnold Wolff

Der Drachenfelstrachyt zerfällt bei Verwitterung zu einem mürben Granulat. Im Strebewerk des Chores, wo er ständig von allen Seiten bewittert wird, ist er fast vollständig verschwunden. In zwei großen Phasen der Steinerneuerung, nämlich von 1829 bis 1842 und von 1926 bis 1940, ist er dort völlig ausgewechselt worden. Die wenigen Trachytquader, die an Ort und Stelle belassen wurden, sind heute praktisch alle zerstört. Auch das Erdgeschoß des Chores zerbröckelt immer stärker, so daß der Wasserablauf bereits gestört ist. Dennoch geht von den Bauteilen aus Drachenfelser Trachyt vorerst keine unmittelbare Gefahr für den Bestand des Domes aus, so lange durch regelmäßige Einzelreparaturen Folgeschäden vermieden werden.

 

Prof. Dr. Arnold Wolff, Dombaumeister a.D.

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4