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Sandstein aus Obernkirchen


Foto: © Prof. Dr. Arnold Wolff
Obernkirchener Sandstein

Dieser aus dem Wesergebiet stammende und in Obernkirchen bei Bückeburg abgebaute, äußerst feinkörnige und sehr harte Stein wurde bereits 1845 am Dom eingeführt. Aber erst nach der Vollendung des Langhauses im Jahre 1863, als er mit der Eisenbahn transportiert werden konnte, wurde er in großen, jährlich wachsenden Mengen bezogen und für den Bau der Türme verwendet. Diese bestehen in ihren äußeren Flächen fast ausschließlich aus Obernkirchener Sandstein.

 

 



Foto: © Prof. Dr. Arnold Wolff
Leichte Schäden am Obernkirchener Sandstein

Bis heute hat sich der Obern-kirchener Sandstein sehr gut erhalten. An den zahllosen Fialtürmen, Krabben und Kreuzblumen ist er nach über 100 Jahren praktisch unversehrt, wenn auch inzwischen teilweise schwarz geworden, was jedoch gesteinsbedingt ist. An glatten Mauerflächen zeigen dünne Verwitterungsschalen von 0,1 bis 0,3 mm Stärke, daß auch hier eine Gefahr für die Zukunft droht. Diese Verwitterung rührt von dem Mörtel in den Fugen her, der, ausgewaschen, in die Oberfläche des Steines geschleppt und dort sulfatisiert wird.



Foto: © Prof. Dr. Arnold Wolff
Neue Verwendung von Obernkirchener Sandstein

Seit 1986 verwendet die Dombauhütte den Obernkirchener Sandstein wieder, wenn einzelne Steine oder auch größere Partien in solchen Bereichen zu ersetzen sind, die ursprünglich daraus gebaut wurden. So wurde zum Beispiel der 10 Meter hohe Pfeilerteil unter der Ziegelplombe am Nordturm zwischen 1989 und 1997 mit diesem Material erneuert. Im Augenblick leuchten diese Teile noch hell, doch mit der Zeit werden sie die Farbe der umgebenden älteren Steine annehmen.

 

Prof. Dr. Arnold Wolff, Dombaumeister a.D.