Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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Klaren-Altar, geschlossen

Köln, Dom, Klarenaltar, geschlossen, Gesammtansicht  © Dombauhütte Köln, Matz und Schenk

Der um 1350/60 entstandene Flügelaltar befand sich ursprünglich in der Kölner Franziskanerinnenkirche St. Clara und gelangte nach deren Säkularisierung und Abriß in den Dom. Der aus einem Schreinkasten mit vorkragendem Mittelschrein bestehende Altar wird von einem doppelten Flügelpaar verschlossen, so daß drei unterschiedliche, in ihrer Pracht stark differierende Öffnungen möglich sind. Die Malereien der Flügel wurden bereits um 1400 übermalt. Bei einer 1907-1909 durchgeführten Restaurierung des Altars wurde aufgrund mangelnder Detailkenntnis die jüngere, mittelalterliche Malerei auf den beiden Seiten des äußeren Flügelpaares entfernt.

Im geschlossenen Zustand des Klaren-Altars zeigt die an Werktagen sichtbare Außenseite des ersten Flügelpaares sechs männliche und sechs weibliche Heiligenfiguren, die in zwei Reihen gemalter Maßwerkarkaden vor einem roten, mit Goldmustern verzierten Hintergrund stehen. Inschriften benennen die einzelnen Figuren. Neben Kirchenpatronen und heiligen Jungfrauen handelt es sich hierbei weitestgehend um franziskanische (hl. Franziskus, hl. Klara) oder aber solche Heilige (hl. Elisabeth von Thüringen), die das im Franziskanerorden hochgeschätzte Armutsideal vorbildlich gelebt haben. Sie sind alle dem Tabernakelschrein in der Mitte zugewandt, der der Aufbewahrung von Hostien diente. Innerhalb der mittelalterlichen Altarkunst wird hier zum ersten Mal dem Altaraufsatz eine eucharistische Funktion zugewiesen. Die hl. Klara führt diese Sinngebung besonders deutlich vor Augen: in ihrer Hand hält sie eine Monstranz, in der das Allerheiligste sichtbar ist. Der heute bereits bei geschlossenen Flügeln einsehbare Mittelschrein war ehemals durch eine an dem rechten äußeren Flügel befestigte Tafel verdeckt. Das noch erhaltene untere Bild zeigt die Kreuzigung Christi; das nur durch eine Photographie dokumentierte obere Bild führte dem Betrachter den Schmerzensmann vor Augen, der, von seinen Leidenswerkzeugen umgeben, in einem halb geöffneten Sarkophag stand.
Birgit Lambert, M.A., Kunsthistorikerin

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