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Trachyte aus dem Siebengebirge


Foto: © Prof. Dr. Arnold Wolff
Stenzelberger Trachyt, andere Trachyte und Andesite

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stellte die preußische Regierung das Gebiet um den Drachenfels unter Naturschutz, so daß dort keine Steine mehr gebrochen werden konnten. Deshalb mußte für die umfangreichen Erneuerungsarbeiten ein anderer Dombaustein gesucht werden. Zunächst wurde der Trachyt vom Stenzelberg verwendet, ein dem Drachenfelstrachyt ähnliches Material. Später kamen weitere vulkanische Gesteine des Siebengebirges (Wolkenburger und Berkumer Andesite) hinzu.

Aus dieser Materialgruppe wurden die Strebebögen im Chorbereich, die Strebepfeiler der 1842 begonnenen Querhausfassaden und fast alle Horizontalgesimse sowie die meisten Maßwerkbrüstungen hergestellt. An allen diesen Teilen lösen sich heute bis zu 15 mm dicke Schalen, die beim Herabfallen aus großen Höhen unter ungünstigen Umständen auch Passanten in Domnähe gefährden können. Der Stein ist also auf die Dauer nicht erhaltbar.

 

Prof. Dr. Arnold Wolff, Dombaumeister a.D.