Kölner Dombauhütte erhält Preis "Stein im Brett"
Heute ist die Kölner Dombauhütte in Offenburg mit dem Preis "Stein im Brett" des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler e. V. (BDG) ausgezeichnet worden. Er wird alle zwei Jahre an Institutionen und Personen vergeben, die sich in besonderer Weise um die Geowissenschaften verdient gemacht haben, ohne selbst auf geowissenschaftlichem Gebiet tätig zu sein. Frühere Preisträger waren etwa die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn, der Schriftsteller Frank Schätzing, der Fernsehmoderator und Wissenschaftsredakteur Ranga Yogeshwar, der Zoo Leipzig oder die Wissenschafts-Pressekonferenz.

Dombaumeister Peter Füssenich (2. von rechts) und Hüttenmeister Uwe Schäfer (2. von links) nehmen den Preis „Stein im Brett“ für die Dombauhütte Köln entgegen.

Mit der Preisverleihung würdigt der BDG die von der Dombauhütte "seit Jahrhunderten gepflegte Tradition im Umgang mit dem Werkstoff Gestein". Durch ihre tägliche Arbeit trage die Dombauhütte dazu bei, das verwendete Gestein als einen wichtigen natürlichen Baustoff in das Bewusstsein von Millionen von Touristen in Köln zu rufen. Darüber hinaus böten die von der Dombauhütte angebotenen Führungen durch die Ausgrabungen und über die Dächer spannende Einblicke in die Arbeit am Dom und beleuchteten damit auch den Werkstoff Gestein in einer ungewöhnlichen und spannenden Weise. Der Preis wurde am 23. Oktober 2019 im Rahmen der Eröffnung der Messe Geotechnik expo & congress im Rahmen des 11. Deutschen Geologentages durch den Vorsitzenden der BDG Andreas Hagedorn, stellvertretend für die gesamte Dombauhütte, an Dombaumeister Dipl.-Ing. Peter Füssenich und Hüttenmeister Uwe Schäfer überreicht. Der Dombaumeister freut sich außerordentlich über die Auszeichnung, "da sie eine große Wertschätzung der Arbeiten der Kölner Dombauhütte für den Erhalt des Baudenkmals Kölner Dom zeigt. Gerne nehme ich ihn mit nach Köln und reiche ihn an alle Mitarbeitenden weiter, ohne deren großes Können, Wissen, Engagement und deren Identifikation mit dem Bau der Erhalt dieser einzigartigen Kathedrale kaum möglich wäre. Auch ihnen gilt mein Dank", so Füssenich. Stein ist ohne jeden Zweifel der wichtigste Werkstoff für den Dom. Insgesamt wurden im Laufe der Zeit rund fünfzig verschiedene Gesteine an der Kathedrale verbaut. Die wichtigsten waren: Säulenbasalte und Tuffstein aus dem Westerwald und der Eifel für die Fundamente, Drachenfels Trachyt für das aufgehende Mauerwerk der im Mittelalter errichteten Bereiche, Schlaitdorfer Sandstein aus Württemberg für die Vollendung von Langhaus und Türmen, Obernkirchener Sandstein aus dem Weserbergland für die Vollendung der Türme, Krensheimer Muschelkalk und Londorfer Basaltlava für die Erneuerungsarbeiten des 20. Jahrhunderts. Heute ist die Dombauhütte darum bemüht, in den verschiedenen Bereichen mit den historischen Gesteinen oder solchen zu ergänzen, die den ursprünglichen Materialien in Aussehen und Charaktereigenschaften nahekommen. Zurzeit finden vor allem Obernkirchener Sandstein, Božanov Sandstein aus Tschechien, Trachyt aus Monte Merlo in Italien und für Skulpturen Kalkstein aus Caen in Frankreich am Dom Verwendung. Von den knapp einhundert Mitarbeitenden der Kölner Dombauhütte arbeiten zurzeit knapp vierzig im Steinbereich: als Hüttenmeister, Steintechniker, Steinmetzinnen und Steinmetzen, Versetzsteinmetzin und Vesetzsteinmetzen, Steinbildhauerinnen und Steinbildhauer sowie als Steinrestauratorinnen und Steinrestauratoren. Matthias Deml

 

Bildhauer Michael Oster erstellt eine Engelsfigur aus Kalkstein für den Nordturm.

Schematische Darstellung der wichtigsten Gesteinsarten am Kölner Dom.

Steinmetz Stephan Wieczorek bei der Arbeit an einer Baldachinvierung für das Michaelportal.

Strebewerk an der Nordseite des Domchores, Ansicht von Norden.

Bildhauer Michael Oster erstellt eine Engelsfigur aus Kalkstein für den Nordturm.

Strebewerk an der Südseite des Langhauses, Blick von oben.

Bildhauerin Uta Tröger arbeitet an der Archivoltenfigur des Wendelinus aus dem Michaelportal.

Dombaumeister Peter Füssenich (2. von rechts) und Hüttenmeister Uwe Schäfer (2. von links) nehmen den Preis „Stein im Brett“ für die Dombauhütte Köln entgegen.

Der Preis "Stein im Brett" wird alle zwei Jahre an Institutionen und Personen vergeben, die sich in besonderer Weise um die Geowissenschaften verdient gemacht haben.

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In einer Sondersitzung haben die Kölner Domkapitulare Monsignore Guido Assmann (56) zum neuen Dompropst gewählt. Er folgt damit Prälat Gerd Bachner nach, der nach Vollendung seines 75. Lebensjahres am 23. April aus dem Amt ausgeschieden war.

29.05.2020
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In einer Zeit, in der die meisten öffentlichen Konzerte ausfallen müssen, kommt ein ganz besonderes Dom-Konzert zu den Menschen nach Hause: Michael Patrick Kelly und Gäste sind in einen musikalischen Dialog mit der Kölner Kathedrale getreten. Die bildgewaltige, 30-minütige Aufzeichnung dieser Performance, die in einer schwierigen Zeit Hoffnung, Trost und Halt vermitteln möchte, ist am Pfingstsonntag ab 12 Uhr auf dem offiziellen YouTube-Kanal des Musikers zu erleben.

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Die diesjährigen Orgelfeierstunden ab dem 16. Juni werden live von DOMRADIO.DE, EWTN und über den Facebook-Kanal der Kölner Dommusik (@Dommusik) übertragen. Zudem sind aktuell 100 Besucher zu den Konzerten zugelassen, die Ticketvergabe erfolgt über eine wöchentliche Kartenverlosung.

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Es bot sich ein spektakulärer Anblick, als heute zwei gewaltige Engel am Nordturm des Kölner Domes auf die Gerüstplattform in 100 Metern Höhe emporgezogen wurden. Die beiden Skulpturen kehren in den kommenden Tagen an ihren ursprünglichen Aufstellungsort in den Figurenbaldachinen auf einer Höhe von 75 Metern zurück. Dort waren sie 2015 aufgrund gravierender Verwitterungsschäden abgenommen und anschließend aufwändig rekonstruiert worden.

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Die Orgelkonzerte im Kölner Dom sind so etwas wie ein Selbstläufer. Bis zu 3000 Musikfans versammeln sich in der Regel pro Abend. Doch in diesem Jahr bleibt die Kathedrale fast leer. Auf den üblichen Kunstgenuss muss dennoch niemand verzichten, denn die Orgelfeierstunden werden live gestreamt.