Dompropst wird am neuen Schutzgitter des Domes verewigt
Überraschung für den scheidenden Dompropst: Seine engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Prälat Gerd Bachner heute Mittag zu einem "Ständchen auf Distanz" besucht – und ihm die Replik einer Skulptur überreicht, mit der er demnächst am neuen Nordgitter des Domes verewigt sein wird.

Dompropst Gerd Bachner mit seinem Konterfei, das demnächst am Domgitter zu sehen sein wird. Foto: Dombauhütte Köln

Wegen der Coronakrise hatte er eigentlich alle Feierlichkeiten zu seinem Geburts- und Namenstag und seinem Abschied abgesagt. So staunte Dompropst Gerd Bachner nicht schlecht, als sich seine engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute Mittag in gebührender Distanz vor seiner Haustür versammelten, um ihm ein Ständchen zu singen.

 

Domdechant Robert Kleine und Dombaumeister Peter Füssenich überraschten ihn im Anschluss mit einem ganz besonderen Geschenk: Der Replik einer Skulptur, die demnächst das neue Schutzgitter auf der Nordseite des Domes zieren wird. Sie zeigt eine auf einer Kreuzblume stehende Silhouette des Propstes – in liturgischer Kleidung und mit einem Helm auf dem Kopf. Sie erinnert daran, dass Bachner – wohl als erster Dompropst in der Geschichte der Kölner Kathedrale – 2015 die Kreuzblume des Nordturmes bestiegen hat.

 

Bachner zeigte sich sichtlich gerührt von diesem besonderen Geschenk zu seinem 75. Geburtstag. Er freue sich bereits auf die offizielle Einweihung und Segnung des Nordgitters am Dom, bei der das Original der Darstellung auch der Öffentlichkeit präsentiert wird.

 

Auch am schmiedeeisernen Gitter auf der Südseite des Kölner Domes gibt es eine versteckte Darstellung, die zeigt, wie der inzwischen verstorbene Dombaumeister Arnold Wolff als Wolf einigen Prälaten – unter ihnen der damalige Generalvikar Norbert Feldhoff – auf der Jagd nach Finanzmitteln für den Dom nachjagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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