Schmuckmadonna ohne Stoffkleid

Als Gnadenbild ist die Muttergottesfigur von dem überlangen Kleid aus weißer Seide umhüllt, aus dem nur Hände und Köpfe der Maria und des Jesuskindes herausragen. Unter dem Gewand, das 1991 erneuert wurde, verbirgt sich jedoch eine schöne, zierliche Holzfigur, deren farbige Bemalung und Teilvergoldung weitgehend erhalten ist. Die barocke Skulptur ist wahrscheinlich im späten 17. Jahrhundert entstanden. Maria steht auf der Mondsichel und trägt auf ihrem rechten Arm das Kind, das seine linke Hand auf die Weltkugel stützt. Die kleine, vergoldete Weltkugel in seiner Rechten wurde später hinzugefügt, ebenso die Kronen und das Szepter in der Hand Mariens.
Hildegard Schäfer M.A., Kunsthistorikerin