Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Im nördlichen Querhaus ist an einem Pfeiler zum nördlichen Chorumgang das Epitaph des Dombaumeisters und Bildhauers Konrad Kuyn († 1469) angebracht. Es besteht aus einem Inschriftstein, auf dem der kniende Baumeister durch den hl. Andreas der Gottesmutter empfohlen wird. Kombiniert ist er mit einem Gnadenbild - einer Muttergottes, die auf einer Konsole steht und durch einen Baldachin ausgezeichnet ist. Der hl. Andreas ist das Werk eines Nachfolgers aus Kuyns Bildhauerwerkstatt, während die Marienfigur aus einer Utrechter Werkstatt stammt. Ein wichtiges Vorbild für das Kuyn-Epitaph stellt das Grabmal des Dietrich von Moers dar.
Dr. Marc Steinmann, Kunsthistoriker
Detailansichten
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Heiliger Andreas mit Konrad Kuyn

1906 erfolgte die Restaurierung des Epitaphs durch den Bildhauer Alexander Iven. Er schuf den knienden Dombaumeister neu und ergänzte den Inschriftstein. Für die benachbarte Marienfigur fertigte er die Konsole und den Baldachin. Mit dem Epitaph des Nikolaus von Bueren, das sich heute im Diözesanmuseum befindet, hat sich ein zweites mittelalterliches Baumeister-Epitaph aus dem Kölner Dom erhalten. Die lateinische Inschrift auf dem Epitaph für Konrad Kuyn lautet frei übersetzt: 'Im Jahre des Herrn 1469 den 28. Tag des Januars verstarb der ehrenwerte Mann Magister Conrad Kuyn Werkmeister dieser Kirche, dessen Seele in Frieden ruhe. Amen.'
Dr. Marc Steinmann, Kunsthistoriker

Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Madonna
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Madonna
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Jesuskind
Heiliger Andreas mit Konrad Kuyn
Madonna
Madonna
Jesuskind