Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk

Inmitten der Agneskapelle erhebt sich das Reliquiengrab der hl. Irmgard von Zutphen (Süchteln), eine der wichtigen Stationen auf dem Weg der Pilger durch den Chorumgang. Irmgard hatte dem Erzstift Köln ihre Burg Aspel überlassen und diese Schenkung zeigt auch das Wandbild an der Nordwand der Kapelle. Im Mittelfeld steht links die Heilige, rechts als Empfänger der hl. Petrus als Patron des Domes und dazwischen erhebt sich eine phantastische Architektur, die die Burg Aspel darstellen soll. Je eine Gruppe von Frauen und Männern im linken und rechten Seitenfeld bezeugen das Geschehen. Das Wandbild soll den Pilgern nahebringen, daß Wohltaten, die dem Dom erwiesen werden, heilbringend wirken.
Dr. Rolf Lauer, Kunsthistoriker

Irmgard (Irmgardis) von Süchteln (Zutphen)
Irmgard kam um das Jahr 1020 auf der Burg Aspel als Tochter des Grafen von Aspel zur Welt. Nachdem ihre Eltern gestorben waren, verteilte sie ihr Erbe großzügig unter Krankenhäusern, Kirchen und Bedürftigeneinrichtungen. Nachdem sie einige Pilgerreisen nach Rom unternommen hatte, soll die Gräfin als Einsiedlerin in Süchteln gelebt haben. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Irmgard in Köln, wo sie Stifte und Klöster unterstützte. Sie starb um 1084. Ihre Gebeine ruhen heute in der Agneskapelle des Kölner Domes.

Irmgard wird als Pilgerin mit Stab oder als Jungfrau mit Stirnreif dargestellt.

Fest: 4. September
 

Heilige im Dom