Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: J. Rumbach
Wohl als Ersatz für eine der Überlieferung nach von Rainald von Dassel zusammen mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige aus Mailand nach Köln gebrachten Marienfigur, die offenbar beim Brand des Alten Domes zerstört wurde, entstand um 1280/90 als ein Werk der Kölner Dombauhütte die hochgotische Figur der Mailänder Madonna. Als ältestes Mariengnadenbild des gotischen Domes stand die farbig gefaßte Holzfigur ursprünglich unter einem giebelbekrönten Baldachin auf dem Altar der Marienkapelle. In Körperhaltung und Gewandgestaltung den Chorpfeilerfiguren eng verwandt, folgt sie ebenfalls französischen Vorbildern. Die Farbfassung der Figur sowie Szepter und Krone stammen von einer Restaurierung der Zeit um 1900.
Dr. Klaus Hardering, Kunsthistoriker