Tympanon des Maternusportals

Der Legende nach soll der hl. Petrus die Priester Maternus, Valerius und Eucharius nach Trier, Tongern und Köln gesandt haben, um dort das Christentum zu predigen. Diese Szene ist in der Spitze des Tympanons dargestellt. Unterwegs verstarb aber Maternus im Elsaß. Mutlos kehrten die beiden Gefährten nach Rom zurück. Petrus aber übergab ihnen seinen Hirtenstab, mit dem sie den schon sechs Wochen im Grabe liegenden Maternus auferweckten (unten links). Nach dem Tode der beiden anderen übernahm Maternus auch noch das Bischofsamt in Trier und Tongern. Als er selbst nach langer, segensreicher Tätigkeit in Köln starb, war unklar, wo er bestattet werden sollte. Man legte den Leichnam daher in einen Kahn, der von alleine stromauf trieb (unten rechts). Damit stand Trier als Begräbnisort fest.
Prof. Dr. Arnold Wolff, Dombaumeister a.D.