Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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News

25.01.2018

Feierliches Aufnahmeritual mit der „Messe solennelle“ von Vierne

Am Sonntag werden 57 Nachwuchssängerinnen und -sänger in die Domchöre aufgenommen.

Aufregend wird es für 28 Mädchen und 29 Knaben am kommenden Sonntag im Kapitelsamt des Kölner Domes. Denn dann werden die neun- und zehnjährigen Grundschüler - die meisten kommen von der Kölner Domsingschule - offiziell in den Mädchenchor am Kölner Dom und in den Kölner Domchor aufgenommen. Vor Beginn der Messe versprechen sie Dompropst Gerd Bachner in einem feierlichen Aufnahmezeremoniell, ihren zukünftigen Dienst innerhalb der Liturgie zuverlässig "zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen" zu verrichten. Denn dieses Engagement - das wissen die kleinen Sängerinnen und Sänger - erfordert Fleiß und Ernsthaftigkeit. Ein Jahr lang hat sich die 57-köpfige Nachwuchsriege auf diesen Tag vorbereitet und auch den finalen Aufnahmetest erfolgreich bestanden, wie Domkapellmeister Eberhard Metternich erklärt. Nun also kommt es für die neuen Mitglieder der B-Chöre darauf an, auch offiziell Teil dieser Gemeinschaft aller Dienste am Dom zu werden.

 

Einziehen werden die Sänger zunächst mit "Tria sunt munera". Dann aber werden sie gemeinsam mit ihren älteren Kolleginnen und Kollegen zu insgesamt 300 Sängern die "Messe solennelle" in cis-Moll für Chor und zwei Orgeln von Louis Vierne anstimmen. Die musikalische Leitung haben Domkapellmeister Eberhard Metternich und Domkantor Oliver Sperling, die sich bei diesem traditionellen Chorprojekt wegen der bewusst doppelchörigen Aufstellung im Süd- und Westseitenschiff weitestgehend nur über Sichtkontakt verständigen. Immerhin ist die Vierne-Messe, die zum festen Repertoire beider Chöre zählt und nun schon seit Jahren bei dieser Aufnahmefeier gesungen wird, auch für die Chorleiter selbst immer wieder eine Herausforderung, die sich vornehmlich aus der schwierigen Akustik des Domes ergibt. Die beiden Organisten, die Vierne bei dieser Messe vorgesehen hat, sind im Dom über einen kleinen Monitor mit den Dirigenten verbunden, während ihnen die Einsätze der Chöre per Mikrophon über einen Lautsprecher zugespielt werden.

 

"Da muss es schon ganz genau stimmen, wenn zwei so große Chöre von unterschiedlichen Orten aus gemeinsam musizieren", erklärt Metternich. "Allerdings haben wir bei dieser Form des Musizierens mittlerweile auch viel Erfahrung miteinander und kennen uns gegenseitig gut", ergänzt Domkantor Sperling. Ausladendere Bewegungen müssten das Dirigat absolut eindeutig machen. Dieses aufwendige Zusammenspiel erfordere von allen viel Konzentration. Am Ende aber stimme das Gesamtpaket. Denn das Ergebnis zeige, dass ein solches Werk in Köln nicht nur machbar sei, sondern geradezu hervorragend in diesen Raum und in die Liturgie passe. "Letztlich ist diese cis-Moll-Messe ideal für die spezifischen Möglichkeiten des Kölner Domes", findet Metternich.

 

Nach zwei "Testdurchläufen" im vergangenen Sommer und dann noch einmal im November werden alle neuen Sängerinnen und Sänger von nun an regelmäßig ihren Platz auf dem Chorpodest im südlichen Seitenschiff des Kölner Domes einnehmen und fester Bestandteil der Hoch- und Pontifikalämter sein. Dafür haben die Kinder schließlich immer wieder fleißig mit ihren Chorleitern Metternich und Sperling geprobt. Natürlich auch die Regeln, die für gemeinschaftliches Singen erforderlich sind, und die notwendige Disziplin bei offiziellen Anlässen, damit der Hörgenuss im Ernstfall auch etwas fürs Auge ist. Schließlich wird jede Dommesse vom Domradio live in Wort und Bild übertragen.

 

Beatrice Tomasetti

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4