Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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News

03.05.2019

Bildteppiche nach Entwürfen von Peter Paul Rubens wieder im Dom zu sehen

Kölner Dom, Teppichzyklus "Triumph der Eucharistie" nach Entwürfen von Peter Paul Rubens, Mannalese

Zum 1. Mai 2019, wurden wie jedes Jahr die Rubensteppiche des Kölner Domes zwischen den Langhauspfeilern des Kölner Domes aufgehängt. Sie sind dort bis zum 7. Juni 2019 zu sehen.

Die barocken Teppiche wurden von Peter Paul Rubens entworfen und stellen den "Triumph der Eucharistie" dar. Entstanden sind sie in der Brüsseler Manufaktur des Frans van der Hecke. Die Teppiche gehören zu der nur noch in Teilen erhaltenen Barockausstattung des Domchores. Aus konservatorischen Gründen werden sie heute in Depoträumen gelagert. Daher ist der kostbare Teppichzyklus nur wenige Wochen lang für die Besucher des Domes zu sehen.

 

Am Beginn der bewegten Geschichte steht der Stifter Wilhelm Egon von Fürstenberg (1629-1704). Als Fürstbischof von Straßburg strebte von Fürstenberg nun auch nach dem Amt des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln. Mit der Schenkung der Teppiche beabsichtigte er die bevorstehende Bischofswahl zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Doch der gewünschte Erfolg blieb ihm versagt: Die Wahl fiel auf den Kandidaten des Papstes, Joseph Clemens von Bayern. Auch der Versuch, die Regentschaft im Erzbistum Köln doch noch mit militärischer Gewalt an sich zu reißen, scheiterte. So flüchtete der Fürstenberger schließlich nach Paris: sein Geschenk aber verblieb in Köln.

 

Ursprünglich bedeckten die Teppiche die gotischen Malereien an den Innenseiten der Chorschranken. Während der Instandsetzung des Domchores 1842 wurden die Rubensteppiche abgenommen, da die Kunst des Barockzeitalters nicht mehr dem Geschmack der Zeit entsprach. In der Folgezeit dienten sie bei Prozessionen als Fußbodenteppiche, bis sie schließlich ganz in Vergessenheit gerieten. Erst eine Ausstellung der Teppiche 1954/55 und ihre grundlegende Restaurierung 1974-1986 rückten sie wieder in das Licht der Öffentlichkeit.

 

Der gesamte Zyklus zeigt u. a. vier alttestamentliche Szenen, die als Vorbilder der Eucharistie gedeutet werden: die "Begegnung Abrahams mit Melchisedech", "Die Mannalese", "Der Prophet Elias vom Engel gespeist" und das "Opfer des Alten Bundes", aber auch aufwändige Triumphzugdarstellungen wie den "Triumph des Glaubens über weltliche Weisheit, Wissenschaft und Natur" und den "Triumph der Kirche über Unwissenheit und Verblendung".

 

Eine ausführliche Beschreibung der Rubensteppiche ist über den Buchhandel und den Verlag Kölner Dom erhältlich: Walter Schulten, Triumph der Eucharistie. Bildteppiche nach Entwürfen von P. P. Rubens, Köln 1986 (Meisterwerke des Kölner Domes 2).

 

Klaus Hardering

Kölner Dom, Langhaus mit Teppichzyklus "Triumph der Eucharistie", Foto 1992

Kölner Dom, Teppichzyklus "Triumph der Eucharistie" nach Entwürfen von Peter Paul Rubens, Begegnung Abrahams mit Melchisedech

Kölner Dom, Teppichzyklus "Triumph der Eucharistie" nach Entwürfen von Peter Paul Rubens, "Triumph der Kirche"

Kölner Dom, Teppichzyklus "Triumph der Eucharistie" nach Entwürfen von Peter Paul Rubens, Mannalese

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4