Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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News

05.04.2019

Der Dom spricht Kölsch

Köln, Dom, Langhaus, der langjährige Hänneschen-Puppenspieler Hans Fey, der aktuell die kölsche Fassung zur Schließung des Kölner Domes gesprochen hat © Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: M. Unkelbach

Mehrsprachige Bandansagen begrüßen und verabschieden die Besucher ab sofort im Kölner Dom. Die letzte Ansage des Tages erklingt in "kölscher Sproch".

Vor dem Mittagsgebet, den Liturgien am Vierungsaltar und kurz vor der täglichen Schließung der Domportale erklingen im Kölner Dom ab sofort automatische Ansagen in mehreren Sprachen aus den Lautsprechern. "Wir wollen die Besucher unseres Domes damit noch besser und persönlicher ansprechen", sagt Dompropst Gerd Bachner. "Die Ansagen tragen zu einer Kultur des Willkommens bei, die dem Domkapitel ein großes Anliegen ist: Unsere Kathedrale und ihre Gottesdienste stehen allen Menschen offen, egal welche Sprache sie sprechen und welcher Religion und Konfession sie angehören."

  

"Herzlich willkommen im Kölner Dom – dem Wallfahrtsort zu den Heiligen Drei Königen", erklingt es zum Beispiel vor dem Mittagesgebet, zu dem der Dom montags bis samstags um 12 Uhr einlädt. Die Besucher werden im Folgenden gebeten, in den Kirchenbänken Platz zu nehmen und mitzufeiern. "Das Mittagsgebet endet mit einer Prozession zum Schrein der Heiligen Drei Könige, der Sie sich gerne anschließen können", heißt es abschließend. "Wir wünschen Ihnen einen guten Aufenthalt in Köln und Gottes Segen." Im Anschluss wird die Ansage auf Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Arabisch und Chinesisch wiederholt.

 

"Erste Testläufe haben gezeigt, dass sich viele Besucher immens freuen, wenn sie der Dom in ihrer Sprache anspricht", sagt Domdechant Robert Kleine, der für die Gestaltung der Domliturgie zuständig ist. "Auch dem Dom tut das gut: Wir möchten, dass er als Gotteshaus wahrgenommen wird, das den Menschen zugewandt ist."

  

Die Ansage, mit der Dombesucher künftig über die bevorstehende Schließung des Domes informiert werden, wartet am Ende mit einer weiteren Sprache auf: "In e paar Minute weed d‘r Dom avjeschlosse", heißt es da. "Sit esu jot un joht jetz nohm Usjang. Schön, dat ehr do wort – und kutt baal widder." Der langjährige Hänneschen-Puppenspieler Hans Fey hat diese kölsche Fassung auf Bitten des Domkapitels getextet und eingesprochen. "Der Dom und die kölsche Sprache: Beides steht in Köln für Heimat", sagt Dompropst Bachner. "So bringen wir in der letzten Dom-Ansage des Tages etwas zusammen, was zusammengehört."

  

Für Hans Fey war die Aufnahme Ehrensache. "Ich bin dem Dom und der Kirche allgemein eng verbunden", sagt der ehemalige „Mählwurms Pitter“ aus Knollendorf. "Die kölsche Sprache ist ein hohes Kulturgut und ich spreche sie auch im Alltag. Klasse, dass sie jetzt auch täglich im Dom zu hören ist. Gibt es eine schönere Art, den Besuchern eine gute Nacht zu wünschen?"

  

Zu erleben sind die neuen Bandansagen montags bis samstags vor dem Mittagsgebet um kurz vor 12 Uhr, in der Regel vor den Liturgien am Vierungsaltar sowie wenige Minuten vor dem Ende der Öffnungszeit des Kölner Domes.

 

Markus Frädrich

Köln, Dom, Langhaus, der langjährige Hänneschen-Puppenspieler Hans Fey, der aktuell die kölsche Fassung zur Schließung des Kölner Domes gesprochen hat © Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: M. Unkelbach

Köln, Dom, Langhaus, der langjährige Hänneschen-Puppenspieler Hans Fey, der aktuell die kölsche Fassung zur Schließung des Kölner Domes gesprochen hat © Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: M. Unkelbach

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