Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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News

10.10.2019

„Die Dommusik ist das Herzstück der Liturgiegestaltung“

Wer geistliche Vokalmusik liebt, ist bei den Konzerten der Kölner Dommusik genau richtig. Denn hier wird nicht nur eine besondere Kulisse geboten, sondern vor allem Gesangskunst auf höchstem Niveau. Domkapellmeister Eberhard Metternich stellte jetzt das neue Programm der Reihe „Geistliche Musik am Dreikönigenschrein“ vor.

Was bereits mit zwei musikalischen Paukenschlägen begonnen hat - Mitte September gab der Mädchenchor ein beachtenswertes Konzert anlässlich seines 30-jährigen Bestehens, und auch das alljährliche Kooperationskonzert mit dem Gürzenich-Orchester Köln unter der Leitung von Francois-Xavier Roth zu dem Berlioz-Oratorium "L'enfance du Christ" lockte am gestrigen Abend rund 1500 Zuhörer in den Dom - wird sich auf gleich bleibendem Niveau auch in den nächsten Monaten fortsetzen. Das heißt, das Kölner Dommusik-Team um Leiter Eberhard Metternich hat auch für die gerade angelaufene Saison der Reihe "Geistliche Musik am Dreikönigenschrein", die in diesem Jahr bereits in die 29. Runde geht, wieder einen bunten Strauß an attraktiven Dom-Konzerten für die Liebhaber geistlicher Chormusik zusammengestellt.

 

Neben den traditionellen Konzerten unmittelbar vor Weihnachten - am 17. Dezember spielt Domorganist Winfried Bönig vorweihnachtliche Orgelmusik und am 20. Dezember singen die Domchöre zum Advent - lebt die 1991 von Metternich aus der Taufe gehobene Reihe vor allem auch immer wieder von Kooperationen und einer im Laufe von Jahrzehnten gewachsenen Vernetzung in die nationale, aber auch internationale Chorszene. So tritt am 22. November die Mädchenkantorei am Paderborner Dom unter der Leitung von Gabriele-Sichler-Karle unter dem Motto "Ich singe Dir am Tag und bei der Nacht" mit Werken von Schubert, Vytautas Miskinis, Krzysztof Penderecki, Colin Mawby und Kurt Bikkembergs auf; ein Ensemble, das den Kölnern von zahlreichen PUERI CANTORES-Veranstaltungen bekannt ist. Am 10. Januar ist es der Madrigalchor der Hochschule für Musik und Tanz Köln unter der Leitung von Reiner Schuhenn mit englischer Chormusik zur Weihnachtszeit und am 23. April das Ensemble Orfeó Català Palau de Música Barcelona, das unter Simon Halsey, dem langjährigen Leiter des Rundfunkchores Berlin, das Requiem von Gabriel Fauré aufführt. Hier wiederum ist der Kontakt über den Intendanten der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, zustande gekommen.

 

Die "Petits Chanteurs de Grenoble" mit ihrem Dirigenten Paul Clemens Steffens, viele Jahre Mitglied im Kölner Domchor und nun selbst längst Chorleiter, sorgen am 28. April für eine deutsch-französische Chorbegegnung am Dreikönigenschrein. Denn sie sind nicht nur zu Gast bei der Kölner Dommusik, sondern werden auch ihr Programm gemeinsam mit dem Mädchenchor am Kölner Dom gestalten. Zu einer vergleichbaren Kooperation auf internationaler Ebene wird es dann am 18. Juni mit dem Knabenchor des Nidarosdomes aus dem norwegischen Trondheim unter der Leitung von Björn Moe geben, der im Wechsel mit dem Kölner Domchor für ein attraktives Programm europäischer Chormusik sorgen wird.

 

Höhepunkt der Konzerte in 2020 aber wird zum 75. Jahrestag des Weltkriegsendes 1945 die Aufführung des Friedensoratoriums von Helge Burggrabe sein, das gleich an zwei Abenden hintereinander - am 7. und am 8. Mai - im Kölner Dom zu hören sein wird. Dabei handelt es sich um ein Gesamtkunstwerk aus Lichteffekten, Chören, Solisten, Streicher, Percussioninstrumenten und Bibeltexten, die die Filmschauspielerin Julia Jentsch rezitiert. Gleichzeitig werden Bilder des zerstörten Kölner Domes zu sehen sein. "'Lux in tenebris' ist ein Werk über Krieg und Zerstörung sowie die Sehnsucht nach Frieden, erzählt als ein Fallen des Menschen in die Dunkelheit und seiner Suche nach dem Licht", erklärt dazu Winfried Krane, der bei diesem Konzert, das alle Chöre am Dom sowie die Schola der Berliner Domkantorei als Mitwirkende vereinen wird, die Leitung hat. "In einer Zeit, in der selbst innerhalb Europas Nationalismen und zunehmend ein Klima der Entfremdung spürbar werden, setzt diese Aufführung den Akzent auf die Vision eines neuen Miteinanders, bei dem der Mensch im Gegenüber noch den Menschen sehen kann", so Krane.

 

"Uns ist wichtig, auch seitens der Dommusik einen im wahrsten Sinne des Wortes unüberhörbaren Beitrag zum 8. Mai als einem der bedeutendsten Gedenktage unserer deutschen Geschichte zu leisten und damit die Erinnerung an alles Geschehene wachzuhalten - gerade auch an diesem Ort", argumentiert Domkapellmeister Metternich. "Denn der Dom ist mit allem, wofür er steht, ein starkes Zeichen gegen jede Form von Gewalt und für Frieden. Als Nachkriegsgeneration verfügen wir über keine unmittelbare Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg, umso mehr spüren wir jedoch die Verantwortung, daran mitzuwirken, dass ein derart menschenverachtendes System nie wieder möglich werden darf." Die Kölner Dommusik sei mit ihren vier Chören und der Orgelmusik nicht nur das Herzstück der Liturgiegestaltung, sondern auch des Kulturprogramms am Kölner Dom. "Wenn wir dieses Selbstverständnis ernst nehmen, müssen wir auch jederzeit da, wo es nötig ist, mit unserer Musik die Stimme erheben."


Beatrice Tomasetti

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4

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