Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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Zweite Pressekonferenz am 17. September 2018

Köln, Dom, Domforum, Pressekonferenz zur Domwallfahrt und Dom-Illumination 2018 – Dona nobis pacem – 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs
Köln, Dom, Domforum, Pressekonferenz zur Domwallfahrt und Dom-Illumination 2018 – Dona nobis pacem – 100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs

Auf einer zweiten Pressekonferenz am 17. September 2018 haben Prälat Gerd Bachner (Dompropst), Ina Scharrenbach (Heimatministerin des Landes Nordrhein-Westfalen), Monsignore Robert Kleine (Domdechant) und Helmut M. Bien (Kurator) über das Programm zur Domwallfahrt 2018 informiert – und ein besonderes Augenmerk auf die Bewegtbild-Projektion gelegt.

„Mit dem Thema ‚Frieden‘ setzen wir den richtigen Impuls zur richtigen Zeit“, ist Dompropst Gerd Bachner überzeugt. „Das Motto der Domwallfahrt und der Dom-Illumination soll an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnern, aber auch ein grundsätzliches Plädoyer für ein friedliches Miteinander sein. Wenn wir die aktuellen Medienberichte verfolgen, muss es uns alarmieren, dass Hass und Hetze in manchen Teilen Deutschlands wieder den Ton bestimmen. In den Tagen der Domwallfahrt wollen wir die ‚Prominenz‘ des Domes, seine Bedeutung als Deutschlands bekanntestes Gotteshaus nutzen, um eine deutliche Botschaft in die Welt zu senden: Deutschland steht gegen Hass! Deutschland steht für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen! Deutschland steht für den Frieden!“

Domwallfahrt mit umfangreichem Friedens-Schwerpunkt

Domdechant Robert Kleine stellte anhand ausgewählter Beispiel das umfangreiche Programm der Domwallfahrt 2018 vor. „Der Friedensgedanke findet sich in vielen Veranstaltungen wieder“, so Kleine. „So konzertiert der Chor der Liverpooler Kathedrale im Dom, eine ‚Nacht der Mystik‘ verknüpft Friedenstexte und musikalische Impulse und auch das traditionelle FrauenWort, bei dem in diesem Jahr die ehemalige Vatikanbotschafterin Dr. Annette Schavan das Wort Gottes auslegt, steht unter dem Motto ‚Dona nobis pacem‘. Außerdem laden wir unter dem Motto ‚Wir weigern uns Feinde zu sein‘ zu einer ökumenischen Friedenstagung, zeigen im DOMFORUM noch einmal die Sommerausstellung mit dem Titel ‚1918 - Kriegsende in Köln: Die Stadt und der Dom’ und laden in unserer Dombauhütte zum ‘Schmieden für den Frieden” ein – einer karitativen Aktion, deren Erlös der St.-Rita-Schule in Zahleh im Libanon zugutekommt.”

Außerdem prägen zahlreiche Liturgien die Tage der 13. Domwallfahrt – unter anderem ein Wortgottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz, eine Pilgerandacht für Geflüchtete und eine lange Nacht der Jugend. “Versuchen wir, mit Gottes Hilfe, Botschafterinnen und Botschafter einer friedlichen und humanen Welt zu sein“, so der Domdechant. „Dazu möchte die Domwallfahrt Ermutigung und Kraft schenken – auch mit der Bitte um Gottes Frieden, den die Welt sich selbst allein nicht geben kann.“

Abendliche Bewegtbild-Illuminationen ab 20 Uhr

Jeweils ab 20 Uhr werden in den Tagen der Domwallfahrt 19 Projektoren die Südfassade des Domes mit einer großen Bewegtbild-Illumination erleuchten. Die 15-minütige typografische Projektion der beiden Medienkünstler Detlef Hartung und Georg Trenz thematisiert im ersten Teil den Ersten Weltkrieg mit besonderem Blick auf die ‘Heimatfront Köln’ und ruft im zweiten Teil zum Frieden in der Welt auf. Dazu erklingen Auszüge aus dem Requiem Nr. 1 in c-Moll von Luigi Cherubini und das „Dona nobis pacem“ aus der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. An allen Abenden sind die Besucher auf dem Roncalliplatz eingeladen, Lichter als Zeichen des Friedens an zwölf ‚Frieden‘-Skulpturen aufzustellen. Die Friedenslichter werden von den Deutschen Pfadfindern St. Georg, Diözesanverband Köln, ausgeteilt.

Ihre Premiere feiert die Illumination mit einer Eröffnungsfeier am Mittwoch, 26. September. Als Redner wird an diesem Abend neben Dompropst Gerd Bachner auch Armin Laschet erwartet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherr des Projekts. Außerdem Prof. Dr. Gesine Schwan, die ehemalige Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Wolfgang Wieland, der Vizepräsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Stephan Grünewald, Psychologe und Gründer des rheingold-Institutes Köln.

Neues Gedenkformat, das Identität stiftet

„'Dona nobis pacem' auf dem Roncalliplatz bietet eine ganz neue Form des Gedenkens an“, zeigt sich Kurator Helmut M. Bien überzeugt. „Bei den Besuchern werden hoffentlich 'Bilder im Kopf' entstehen, die Hoffnung und auch Optimismus für die Zukunft ausstrahlen. Die Gäste können das Geschehen fotografieren und ihre Bilder an Freunde in aller Welt schicken, sie können Friedenslichter entzünden und mit anderen ins Gespräch kommen. Wortskulpturen in verschiedenen Sprachen dienen dabei als Sammelpunkte für die verschiedenen Sprachgruppen.“

Ina Scharrenbach, Heimatministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, hob die Bedeutung der „Kölner Friedensnächte“ für die deutsche Erinnerungskultur hervor. „Am 11. November 1918 endete die ,Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts´: der Erste Weltkrieg“, so Scharrenbach. „Zahllose Menschen ließen ihr Leben, bis heute von diesem Krieg geprägte Landschaften in den Grenzregionen Deutschlands, Frankreichs und Belgiens erinnern und mahnen uns. Der Kölner Dom, ein Erbe dieser Welt, wird fünf Tage lang der Leuchtturm für den Frieden sein. Frieden und Freiheit sind keine Selbstverständlichkeit, immer gilt es, um diese Grundwerte zu kämpfen. Grundwerte, die uns in Europa und in Deutschland miteinander verbinden und einen. Die Verpflichtung, Frieden zu stiften – nach innen, wie nach außen – ist zentraler Bestandteil unserer Heimat. Das Projekt ,Dona nobis pacem – Gib uns Frieden´ ermutigt uns dazu.“

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4