Ab 1. März 2017 gelten folgende Regelungen:
Für den Dom gilt ein striktes Verbot für das Mitführen von großen Koffern, Reisetaschen, Wanderrucksäcken. Handgepäck bleibt erlaubt (Handtaschen, kleine Rucksäcke und kleine Rollkoffer).
Das Mitführen von eigenen Sitzgelegenheiten (z. B. Klappstühle) ist nicht gestattet.
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Kreuzlegende der hl. Irmgardis

Foto: © Dombauhütte Köln, Matz und Schenk

Die Südwand der Agneskapelle, in der die hl. Irmgardis von Zutphen bestattet ist, zeigt ein fast ganz zerstörtes, schwer deutbares Wandgemälde. Erkennbar sind noch zwei Kruzifixdarstellungen in goldener Maßwerkarchitektur. Ein Kruzifixus ist mit dem üblichen kurzen Lendenschurz bekleidet, der linke dagegen trägt ein langes, auch den Oberkörper verhüllendes Gewand. Er folgt im Typus einem der bedeutendsten Gnadenbilder des christlichen Mittelalters, dem sogen. Volto Santo im Dom zu Lucca in Italien, der auch für viele deutsche Pilger ein verehrtes Wallfahrtsziel war. Die Darstellung beruht auf einer Legende, nach der ein Kreuz in San Paolo fuori le mura in Rom der hl. Irmgard Grüße an das Kreuz im Kölner Dom, das Gerokreuz, aufgetragen habe. Für Pilger aus Deutschland, die ja auch auf ihrem Weg zum Dreikönigenschrein die Agneskapelle mit dem Reliquiengrab Irmgards aufsuchten, war ein langgewandeter Kruzifixus sofort als wundertätiges Kreuz aus Italien erkennbar. Das Gerokreuz wird als Gnadenbild des Kölner Domes einem der wichtigsten Kreuzgnadenbilder in Italien gleichgestellt. Das Kruzifixbild in der Agneskapelle ist somit eines der wichtigsten Zeugnisse für die Illustration des Pilgerweges im Dom.
Dr. Rolf Lauer, Kunsthistoriker

Kulturstiftung Kölner Dom Das Generationenprojekt 11.000 Sterne für den Kölner Dom ZENTRAL-DOMBAU-VEREIN ZU KÖLN VON 1842 DOMKLOSTER 4