LUX IN TENEBRIS
Das Oratorium
Der Komponist
Die Librettistin
Video
Die Aufführung in Köln
Beteiligte Künstler
Kartenverlosung
Live-Übertragung
Lokale Gedenkveranstaltungen
Rahmenprogramm
Medien zum Download

Es sollten zwei ganz besondere Konzerte am Kölner Dom werden: Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt. Nun sieht sich Dom- und Stadtdechant Robert Kleine gezwungen, die für den 7. und 8. Mai geplanten Aufführungen des Oratoriums LUX IN TENEBRIS abzusagen.

„Ich bin sehr traurig, dass wir heute die laufende Verlosung kostenfreier Karten abbrechen müssen“, so Kleine, der in seiner Funktion als Stadtdechant gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hatte. „Aber angesichts des bestehenden Versammlungsverbotes bis Karfreitag sehe ich keinerlei Chance auf Realisierung dieses großartigen Projektes zum geplanten Termin – vor allem, weil uns durch diese Ausnahmesituation nicht ausreichend Probetermine zur Verfügung stehen. Auch erscheint es aktuell sehr fraglich, ob die geplante Live-Übertragung auf dem Roncalliplatz Anfang Mai zu realisieren gewesen wäre.“

Alle User, die bereits einen Kartenwunsch abgegeben haben, werden zeitnah über die Absage des Oratoriums informiert. Auch die angekündigten Werkseminare entfallen.

LUX IN TENEBRIS
Ein Oratorium für den Frieden
für Soli, Chöre und Instrumentalisten
von Helge Burggrabe

am 7. und 8. Mai 2020
um 21 Uhr im Kölner Dom

Rezitation: Julia Jentsch
Ingeborg Schilling (Sopran)
Anne Bierwirth (Alt)
Maximilian Fieth (Tenor)
Manfred Bittner (Bass)

Domchöre aus Köln, Berlin und Brügge
Mitglieder des Neuen Rheinischen Kammerorchesters Köln
Orgel: Winfried Bönig, Ignace Michiels
Elbtonal Percussion

Leitung: Winfried Krane

LUX IN TENEBRIS - kurz & bündig, deutsch
LUX IN TENEBRIS - to the point, english

 

 

Das Oratorium

LUX IN TENEBRIS

„LUX IN TENEBRIS“ (Licht in der Finsternis) ist ein Friedensoratorium (Dauer: ca. 110 Minuten), das Musik und Sprache, Architektur und Lichtkunst vereint.
Es ist als Hommage an den Mariendom in Hildesheim entstanden und dort 2015 zum 1200-jährigen Jubiläum des Bistums Hildesheim ur- und insgesamt viermal aufgeführt worden. Es folgten weitere drei Aufführungen des Werkes in Hildesheim 2017. Zuletzt war das Werk im September 2019 im Dom zu Stendal zu hören.

Ausgehend von den Darstellungen und Themen der Hildesheimer Bernwardstür erzählt das Werk vom Fall des Menschen in die Dunkelheit und seiner Suche nach dem neuen Licht. Biblische Stationen des Alten und Neuen Testaments werden mit Reflexionen über die spirituelle Dimension von Licht und Finsternis in Bezug gesetzt.

Das Libretto, das Licht und Finsternis mit der Zerstörung und Wiederaufbau des Hildesheimer Domes sowie den Tausendjährigen Rosenstock thematisiert, hat Helge Burggrabe in Zusammenarbeit mit dem Theologen Dr. Reinhard Göllner und der Journalistin Angela Krumpen verfasst und anschließend für Solisten, Instrumentalisten und Chöre vertont.

Es stellt das „Licht als Person“ auf die Bühne – und besteht aus biblischen Texten, aus der Urkunde des Grundsteins und aus der Inschrift des Heziloleuchters des Hildesheimer Doms, lyrischen Texten von Rose Ausländer, Hilde Domin, Rainer Maria Rilke, Paul Celan, Mohammed, Meister Eckhart, Hildegard von Bingen und neuen Texten von Angela Krumpen.

Der Komponist

Helge Burggrabe

LUX IN TENEBRIS stammt aus der Feder des Komponisten Helge Burggrabe, der an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg studiert hat und dessen innovative Kulturprojekte inzwischen europaweit aufgeführt werden. Die Kölner Dommusik hat bereits seine Oratorien STELLA MARIS und JEHOSCHUA zur Aufführung gebracht. Zudem gestaltete Burggrabe zwei Mal sein Mitsingprojekt HAGIOS im Kölner Dom. Burggrabes besonderes Anliegen ist es, die Musik in Resonanz mit sakraler Architektur und weiteren Kunstformen wie Tanz, Malerei, Installationen und Lichtkunst zu bringen.

Die Librettistin

Angela Krumpen

M B O 150224 Angela Krumpen 219 D O M

Die neuen Texte für das Libretto von LUX IN TENEBRIS trug Helge Burggrabe Angela Krumpen an, nachdem er ihr Gast in ihrer Sendung „Menschen“ im DOMRADIO war und eine große inhaltliche und künstlerische Übereinstimmung spürte. In ihren Sendungen und Publikationen zeigt Angela Krumpen Lösungswege, wie Menschen auf der ganzen Welt solidarisch, gerecht und friedlich zusammenleben. Ihr zentrales Anliegen: ermutigen und die große Verantwortung aufzeigen, die jede*r Einzelne von uns für das Ganze hat.

Die Aufführung in Köln

Das Oratorium wird am Donnerstag, 7. Mai, und am Freitag, 8. Mai 2020 jeweils ab 21 Uhr im Kölner Dom aufgeführt. Veranstaltet wird die Kölner Aufführung vom Kölner Domkapitel in Kooperation mit der Stadt Köln, Schirmherren sind Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Stadtdechant Robert Kleine, die die Aufführung am 8. Mai mit Grußworten eröffnen werden..

Heute ist Krieg innerhalb der EU unvorstellbar, Ost- und Westeuropa sind vereint. Das gemeinsame Haus Europa sichert den Frieden. Und das in einer Welt, in der rings um uns herum über 40 bewaffnete Konflikte schwelen, die jedes Jahr mindestens 170.000 Menschenleben fordern.

Und doch ist dieser Friede ein fragiles Gut. In jüngster Zeit bedrohen Populismus und Nationalismus Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Europa. So will die Aufführung von LUX IN TENEBRIS auch den Blick in die Gegenwart und nach vorne richten: Auf unsere gemeinsame Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Mit LUX IN TENEBRIS will der Kölner Dom aus geistlicher Sicht einen Beitrag zum aktuellen gesellschaftlichen Diskurs beisteuern. Er knüpft dabei – nur mit anderen künstlerischen Mitteln – unmittelbar an die Bewegtbildprojektion „Dona nobis pacem“ an, mit der der Dom im Herbst 2018 auf der Südfassade des Domes einen überzeitlichen Friedensappell ausgesandt hat.

Beteiligte Künstler

Mehr als 150 Künstler wirken an diesem Großprojekt mit, darunter die Chöre am Kölner Dom und die Schola der Berliner Domkantorei, die Gesangssolisten Ingeborg Schilling (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Maximilian Fieth (Tenor) und Manfred Bittner (Bass), dazu Streicher, Bläser, zwei Organisten, Percussionisten.

Die musikalische Leitung obliegt Winfried Krane.

Die Video- und Lichtgestaltung liegt in den Händen von Michael Suhr, der seit 10 Jahren die Kulturprojekte von Helge Burggrabe visuell umsetzt. Er wird die Architektur des Domes in Abstimmung zur Musik und zur Handlung des Oratoriums in verschiedensten Farbnuancen und -temperaturen akzentuieren und Bilder des zerstörten Kölns als Projektionen zum Einsatz bringen.

Als Sprecherin konnte die bekannte Filmschauspielerin Julia Jentsch gewonnen werden.

 

Es sollten zwei ganz besondere Konzerte am Kölner Dom werden: Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt. Nun sieht sich Dom- und Stadtdechant Robert Kleine gezwungen, die für den 7. und 8. Mai geplanten Aufführungen des Oratoriums LUX IN TENEBRIS abzusagen.

„Ich bin sehr traurig, dass wir heute die laufende Verlosung kostenfreier Karten abbrechen müssen“, so Kleine, der in seiner Funktion als Stadtdechant gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hatte. „Aber angesichts des bestehenden Versammlungsverbotes bis Karfreitag sehe ich keinerlei Chance auf Realisierung dieses großartigen Projektes zum geplanten Termin – vor allem, weil uns durch diese Ausnahmesituation nicht ausreichend Probetermine zur Verfügung stehen. Auch erscheint es aktuell sehr fraglich, ob die geplante Live-Übertragung auf dem Roncalliplatz Anfang Mai zu realisieren gewesen wäre.“

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Lokale Gedenkveranstaltungen

Für die Gestaltung lokaler Gedenkveranstaltungen arbeiten die Veranstalter mit der KBE, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung, zusammen. Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. hat für die Gestaltung von Begleitprogrammen zum Ende des Zweiten Weltkriegs und aktuellen Fragen aufgrund des Wiedererstarkens des Rechtspopulismus‘ eine Planungshilfe erstellt. Darüber hinaus schlägt das Bildungswerk vor:

  • mit einem ökumenischen Gottesdienst zu beginnen,  
  • Erzählcafés einzurichten, mit/für Menschen, die den Krieg erlebt haben,
  • einen Videopodcast mit dem Journalisten Heribert Prantl einzubetten, der ein Kurzreferat zu Grundwerten, Grundrechten, Freiheit und Frieden hält,
  • die Werkseinführung zu Beginn der Übertragung durch den Komponisten Helge Burggrabe aufzugreifen.

 

Rahmenprogramm: entfällt!

Vortrag mit Heribert Prantl

Entfällt.

Werkseminar Minoritenkirche

Entfällt!

Multiplikator*innen-Schulung

Entfällt.

Live Übertragung

DOMRADIO.DE überträgt die Aufführung am 8. Mai live im Internet und am 7. und am 8. Mai öffentlich auf den Roncalliplatz:

https://www.domradio.de/web-tv/lux-tenebris-friedensoratorium

Bibel TV und EWTN übertragen das Oratorium zudem am 8. Mai über Satellit und Kabel.

Gerne stellt DOMRADIO.DE das Übertragungssignal zur Verfügung, etwa

  • als embed code für Homepages
  • als HLS-Stream für TV-Sender
  • als Crossposting für Facebook-Seiten oder
  • zur Gestaltung lokaler Gedenkveranstaltungen.

Rückfragen zur LIVE Übertragung an:

Ralf Walter
ralf.walter[at]domradio.de

Medien zum Download

Das zentrale Plakatmotiv zur Veranstaltung finden Sie hier:

A3 300 dpi (PDF)
A3 100 dpi (PDF)
A4 (PDF)

Eine Info-Postkarte zur Veranstaltung finden Sie hier:

A6 100 dpi (PDF)
A6  (PDF)

Erzbistum Köln
Erwachsenen-und Familienbildung

PLANUNGSANREGUNGEN (PDF)
Befreiung vom Nationalsozialismus Ende des 2. Weltkriegs