Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Der ehemals als Hauptaltar im gotischen Ostchor der Kölner Stiftskirche St. Maria ad gradus aufgestellte Agilolphusaltar, einer der größten und bedeutendsten Antwerpener Schnitzaltäre, gelangte vermutlich 1817 in den Dom. Er wurde um 1520 geschaffen und bestand ursprünglich aus einem geschnitzten Mittelschrein mit zwei bemalten Flügelpaaren, einem geschnitzten Unterbau, mit einem eigenen bemalten Flügelpaar und drei auf Konsolen stehenden, bekrönenden Skulpturen. In der Mitte des Unterbaus ist eine Öffnung vorhanden, die der Aufbewahrung des Agilolphusschreins diente. Bei geschlossenen Flügeln zeigte der Altar eine von vier Bischöfen flankierte großformatige Verkündigung, während im Unterbau vier Szenen aus der Passion Christi sichtbar waren. Die erste Öffnung widmete sich ausschließlich der Lebensgeschichte der beiden heiligen Bischöfe Anno und Agilolph. Die Hochfeiertagsöffnung erzählte auf den Flügeln und im Altarschrein ausführlich die Menschwerdung und Passion Christi. Allerdings sind nicht mehr alle Teile der beiden Flügelpaare im Dom, einige befinden sich heute in Museen oder Sammlungen. Das hier abgebildete Photo zeigt den Zustand des Altars vor der Restaurierung.
Birgit Lambert, M.A., Kunsthistorikerin

Bischof Agilolphus
Von Bischof Agilolphus ist historisch wenig mehr als der Name überliefert.
Agilolphus wurde ab 1062 in Köln als Heiliger verehrt, nachdem Bischof Anno die Gebeine eines im Kloster Malmedy als Abt und Märtyrer verehrten Heiligen gleichen Namens in die Kölner Stiftskirche St. Maria ad Gradus überführt hatte. Bei Abriß der Kirche im 19. Jahrhundert gelangte der Schrein in den Dom. Es gibt jedoch keinen sicheren Beweis dafür, daß es sich bei den Reliquien um die Gebeine des Bischofs Agilolphus von Köln handelt.
 

Bischöfe und Erzbischöfe von Köln
Detailansichten
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Mittelschrein, linke Seite, Kreuztragung
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Kreuztragung
Hohe Domkirche zu Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Mittelteil, Kreuzigung Christi

Das Evangelium nach Johannes 19, 17-30
Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt.
Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus.
Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden.
Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefaßt.
Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern daß er gesagt hat: Ich bin der König der Juden.
Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.
Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war.
Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.
Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!
Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Danach, als Jesus wußte, daß nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet.
Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund.
Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.
 

Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Mittelteil, Kreuzigung, Schrägansicht

Das Evangelium nach Johannes 19, 17-30
Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt.
Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte Jesus.
Pilatus ließ auch ein Schild anfertigen und oben am Kreuz befestigen; die Inschrift lautete: Jesus von Nazaret, der König der Juden.
Dieses Schild lasen viele Juden, weil der Platz, wo Jesus gekreuzigt wurde, nahe bei der Stadt lag. Die Inschrift war hebräisch, lateinisch und griechisch abgefaßt.
Die Hohenpriester der Juden sagten zu Pilatus: Schreib nicht: Der König der Juden, sondern daß er gesagt hat: Ich bin der König der Juden.
Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.
Nachdem die Soldaten Jesus ans Kreuz geschlagen hatten, nahmen sie seine Kleider und machten vier Teile daraus, für jeden Soldaten einen. Sie nahmen auch sein Untergewand, das von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht war.
Sie sagten zueinander: Wir wollen es nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören soll. So sollte sich das Schriftwort erfüllen: Sie verteilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um mein Gewand. Dies führten die Soldaten aus.
Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala.
Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!
Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Danach, als Jesus wußte, daß nun alles vollbracht war, sagte er, damit sich die Schrift erfüllte: Mich dürstet.
Ein Gefäß mit Essig stand da. Sie steckten einen Schwamm mit Essig auf einen Ysopzweig und hielten ihn an seinen Mund.
Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.
 

Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Mittelschrein, Kreuzigung, Detail: Drei Marien
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Mittelschrein, rechte Seite, Kreuzabnahme
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Mittelschrein, rechte Seite, Beweinung Christi
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
linker Flügel
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
rechter Flügel
Mittelschrein, linke Seite, Kreuztragung
Kreuztragung
Mittelteil, Kreuzigung Christi
Mittelteil, Kreuzigung, Schrägansicht
Mittelschrein, Kreuzigung, Detail: Drei Marien
Mittelschrein, rechte Seite, Kreuzabnahme
Mittelschrein, rechte Seite, Beweinung Christi
linker Flügel
rechter Flügel