Gelungener Auftakt des neuen Besichtigungskonzepts am Kölner Dom

Mit der heutigen Einführung der Besichtigungsgebühr ist das neue Besucherkonzept am Kölner Dom erfolgreich gestartet. Dompropst Msgr. Guido Assmann zieht nach dem ersten Tag eine positive Zwischenbilanz.
„Ich bin den vielen Besucherinnen und Besuchern, die den neuen Weg heute mitgegangen sind, sehr dankbar“, sagt Dompropst Msgr. Guido Assmann. „Wir haben im Laufe des Tages zahlreiche verständnisvolle Reaktionen erlebt. Viele Menschen haben nachvollziehen können, warum dieser Schritt notwendig geworden ist, um den Kölner Dom dauerhaft zu erhalten und seinen Betrieb nachhaltig zu sichern.“
Der Ablauf des ersten Tages sei insgesamt ruhig und geordnet verlaufen. „Das neue Besucherkonzept hat sich am heutigen Tag insgesamt bewährt. Befürchtungen, es könne zu ‚chaotischen‘ Situationen kommen, haben sich nicht bestätigt. Natürlich gab es hier und da Fragen und einzelnen Anpassungsbedarf – das ist bei einer Umstellung dieser Größenordnung völlig normal. Entscheidend ist, dass unsere Mitarbeitenden die Besucherinnen und Besucher sowohl am Domportal als auch an unserer neuen Zentralkasse im Kurienhaus mit großem Engagement begleitet haben und wir auftretende Fragen unmittelbar lösen konnten“, so der Dompropst.
Besonders erfreut zeigt sich Assmann über die neue Atmosphäre im Innenraum des Kölner Domes. „Viele Besucherinnen und Besucher haben heute beschrieben, dass sie den Dom in neuer Ruhe und besonders sakralen Ausstrahlung erlebt haben.“ Im Nordquerhaus des Domes, das außerhalb der Gottesdienstzeiten kostenlos zum Gebet offensteht, habe man darüber hinaus um 12 Uhr ein sehr stimmungsvolles Mittagsgebet an der Schmuckmadonna gefeiert.
Auch die ersten Zahlen stimmen die Verantwortlichen zuversichtlich. So seien im Verlauf des Tages rund 500 Online-Tickets und rund 2.400 Tickets an der neuen Zentralkasse des Domes verkauft worden. Am ersten Tag mit der neuen Besichtigungsgebühr habe der Dom sein Ziel erreicht, rund die Hälfte der 44.000 Euro, die täglich für den Erhalt und Unterhalt der Kathedrale benötigt werden, durch Eintrittspreise zu erwirtschaften.
„Ein einzelner Tag erlaubt selbstverständlich noch keine belastbaren Aussagen. Der heutige Auftakt stimmt uns jedoch hoffnungsvoll, dass wir mit dem neuen Konzept einen wichtigen Beitrag leisten können, den langfristigen Erhalt und den laufenden Unterhalt des Kölner Domes dauerhaft auf ein tragfähiges Fundament zu stellen“, erklärt Assmann.
Eine ausführliche Bilanz werde das Metropolitankapitel bewusst erst Anfang Januar 2027 vorlegen. „Wir möchten das neue Besucherkonzept auf einer seriösen Datengrundlage bewerten. Erst ein längerer Beobachtungszeitraum ermöglicht belastbare Aussagen über die Besucherentwicklung, den Ticketverkauf und Besucherstrukturen. Einzelne Tage oder Wochen würden die unvermeidlichen Effekte einer Umstellungsphase und saisonale Schwankungen überbewerten“, so der Dompropst.
Bis dahin werde man die Einführung aufmerksam begleiten, Erfahrungen auswerten und dort nachsteuern, wo dies sinnvoll sei. „Unser Ziel bleibt unverändert: Der Kölner Dom soll ein lebendiges Gotteshaus, ein Ort des Gebets und zugleich ein würdiger Ort für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt sein.“

