Neuer Bauaufzug an der Nordseite des Kölner Domes

An der Nordseite des Kölner Domes wird der bestehende Bauaufzug durch einen neuen Baustellenaufzug ersetzt. Die Bauzeit wird voraussichtlich bis Ende April andauern.

20.03.2026


Nach mehr als zwanzig Jahren Einsatz hat der bisherige Aufzug, der seit 2002 in Betrieb ist, das Ende seiner technischen Lebensdauer erreicht und wird daher durch eine neue Anlage ersetzt.

Zunächst wird die Bestandsanlage durch die Gerüstbaukolonne der Dombauhütte mit Unterstützung erfahrener Fachkräfte aus der Aufzugsbranche demontiert. Im Zuge dieser Arbeiten werden bereits die neuen Verankerungspunkte am Dom vorbereitet. Anschließend wird die vorhandene Bodenplatte abgebrochen und erneuert.

Im Anschluss erfolgt der Aufbau des neuen Bauaufzugs durch die GEDA GmbH mit Unterstützung eines 150-Tonnen-Mobilkrans der Wasel GmbH. Eine besondere Herausforderung für die Baulogistik sowie die Einrichtung des Kranstellplatzes ergibt sich durch die parallel laufende Baustelle zur Umgestaltung der nördlichen Domumgebung. Ein reibungsloser Ablauf wird durch die enge und konstruktive Abstimmung aller Beteiligten sowie die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Amt für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau der Stadt Köln und der HOCHTIEF AG sichergestellt.

Beim neuen Bauaufzug handelt es sich um einen Aufzug der Firma GEDA, Modell BL 2000, in einer Spezialanfertigung für den Dom. Der Aufzug verfügt über ein Sichtfenster, ist wettergeschützt und speziell auf die Anforderungen der laufenden Bau- und Restaurierungsarbeiten abgestimmt. Er dient sowohl dem Personentransport als auch als Unterstützung bei Dachführungen.

Die Anschaffung des neuen Bauaufzugs wurde vollständig durch die finanzielle Unterstützung des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln (ZDV) ermöglicht. „Für diese Unterstützung sind wir außerordentlich dankbar. Der Zentral-Dombau-Verein trägt seit Generationen entscheidend dazu bei, dass die notwendigen Arbeiten am Dom kontinuierlich und auf hohem Niveau fortgeführt werden können. Der Bauaufzug ist für uns weit mehr als nur ein Transportmittel: Er bildet eine zentrale Arbeitsgrundlage für die tägliche Arbeit an einem Bauwerk dieser Dimension. Viele Maßnahmen an Fassaden, Türmen und Gerüsten wären ohne ihn logistisch kaum möglich“, erklärt Dombaumeister Peter Füssenich.

Abbau alter Bauaufzug

Abbau alter Bauaufzug

Abbau alter Bauaufzug

Historie der Bauaufzüge am Kölner Dom

Bauaufzüge haben am Kölner Dom eine lange Tradition. Bereits 1909 nahm die Dombauhütte den ersten reinen Lastenaufzug in Betrieb. Dieser diente ausschließlich dem Materialtransport; Personen betraten ihn lediglich zum Be- und Entladen. Schon damals konnten drei Gerüstetagen angefahren werden – eine Funktionalität, die auch heute unverzichtbar ist.

Der nun geplante Neubau reiht sich somit in eine über ein Jahrhundert währende Geschichte technischer Unterstützung ein. Bauaufzüge sind für den Betrieb, die kontinuierliche Instandhaltung und die Restaurierungsarbeiten am Dom von zentraler Bedeutung und aus der Arbeit der Dombauhütte nicht wegzudenken.

Lastenaufzug vor 1922 an der Südseite des Kölner Domes.


KulturstiftungDombau Verein