Prälat Dr. Johannes Westhoff verstorben

Am vergangenen Mittwoch, 18. März 2026, ist Pfarrer i.R. Prälat Dr. Johannes Westhoff im Alter von 94 Jahren verstorben. Von 1979 bis 2006 war er nichtresidierender Kapitular am Kölner Dom.

20.03.2026Von Markus Frädrich


Westhoff wurde am 14. September 1931 in Düsseldorf geboren. Ein Jesuit in der katholischen Jugendbewegung „Neues Deutschland“ prägte ihn so sehr, so dass er Seelsorger werden wollte. Am 23. März 1958 wurde er in Innsbruck zum Priester geweiht und wirkte anschließend als Kaplan in St. Mauritius in Meerbusch-Büderich. 

Am 26. November 1960 promovierte er an der Universität Innsbruck zum Doktor der Theologie. Ab 1967 wirkte er als Pfarrer in Sankt Marien in Köln-Kalk – eine Zeit, die er einmal als „Höhepunkt seines Lebens“ bezeichnete. Denn in Kalk, so erinnert er sich später, habe er gelernt, dass man auch den einfachen Arbeitern die religiösen Sachverhalte nicht vorenthalten dürfe, sondern ihnen die Dinge bis zur Dreifaltigkeit erklären müsse, bis sie greifbar werden. „Es ist die Reduzierung des Großen, sodass es groß bleibt und zugänglich wird, ohne banal zu werden“, brachte es Westhoff einmal im Interview mit der Kirchenzeitung auf den Punkt.

Von 1977 bis 2004 bekleidete er das Amt des Stadtdechanten in Köln. 1978 wurde er zum Kaplan seiner Heiligkeit ernannt, 1979 zum nichtresidierenden Kapitular am Kölner Dom.

In späteren Jahren wirkte er an St. Maria im Kapitol und in St. Maria in Lyskirchen. 1994 wurde er zum Ehrenprälat Seiner Heiligkeit ernannt. 2006 ging Prälat Westhoff in den Ruhestand.

Das Domkapitel blickt dankbar auf das priesterliche Wirken von Prälat Westhoff zurück, insbesondere auf sein Engagement als Kölner Stadtdechant. Unter seiner Ägide wurde das DOMFORUM mit der großen Citypastoral eingerichtet. Geschätzt wurde er vor allem für seine lebenskluge, zurückhaltende Art, mit der er manch kritische Situation entspannen konnte. In seinen Predigten, so wusste es mancher zu erzählen, vermochte er große Sachverhalte in einfachen Worten zu erklären. 

Möge er in Frieden ruhen.

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