Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: J. Rumbach
Das Wandepitaph des 1539 verstorbenen Anton Keyfeld ist in seinem architektonischen Aufbau dem Haldrenius-Epitaph eng verwandt. Unter einem flachen Dreiecksgiebel mit der Halbfigur Gottvaters zeigt ein plastisch ausgearbeitetes Relief den auferstandenen Christus, der, umgeben von den erstaunt aufblickenden Soldaten, auf seinem Sarkophag steht. Unmittelbar davor kniet in betender Haltung der deutlich kleiner dargestellte Verstorbene, der von seinem Namenspatron, dem hl. Antonius Abbas, Christus empfohlen wird. Zusammen mit dem Scherrer- und dem Haldrenius-Epitaph gehört das Keyfeld-Epitaph zu den frühen Werken der unter niederländischem Einfluß stehenden Renaissanceskulptur im Dom.
Dr. Klaus Hardering, Kunsthistoriker

Das Evangelium nach Matthäus 28, 1-8
Nach dem Sabbat kamen in der Morgendämmerung des ersten Tages der Woche Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee.
Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten.
Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.
Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt.
Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.

Bibel