Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Noch zu Lebzeiten ließ der 1368 verstorbene Erzbischof Engelbert von der Mark seine Grabtumba in der Kreuzkapelle errichten. Auf der zu allen Seiten weit vorkragenden Deckplatte aus schwarzem Marmor ruht die aus hellem Kalkstein gefertigte Liegefigur des Verstorbenen, der in bischöflichem Ornat dargestellt ist und statt betender lediglich übereinandergelegte Hände zeigt. Die ursprünglich farbig gefaßten Kalksteinfigürchen von trauernden Männern und Frauen in bürgerlicher Tracht, die in kleinen Maßwerkarkaden die Tumba umstehen, sind heute durch ein modernes Gitter gesichert. Die in der Tradition französischer Grabmäler stehenden Trauerfiguren zeichnen sich durch den beginnenden Realismus ihrer Darstellung aus.
Dr. Klaus Hardering, Kunsthistoriker
Detailansichten
Hohe Domkirche Köln, Dombauhütte; Foto: Matz und Schenk
Hund und Löwe am Grabmal Engelberts

Oft finden sich zu Füßen mittelalterlicher Grabfiguren kleine Tierdarstellungen, bei denen es sich zumeist um Hunde oder Löwen handelt. Ihre Bedeutung im Zusammenhang des Grabmals ist nicht eindeutig geklärt, doch wird der Löwe allgemein als ein Symbol der Macht und Stärke verstanden, der Hund hingegen verkörpert die über den Tod hinausgehende Treue.
Dr. Klaus Hardering, Kunsthistoriker