Der Zyklus der Nordseitenschifffenster entstand in den Jahren zwischen 1507 und 1509.

Die nördlichen Seitenschiffe gehören zu den letzten Bereichen des Domes, die noch vor Einstellung der mittelalterlichen Bauarbeiten um 1520 errichtet und teilweise sogar bereits eingewölbt wurden. Zwischen 1507 und 1509 entstanden für diesen Bereich fünf prachtvolle Glasfenster, die von führenden Kölner Malern der Zeit entworfen und von einer Kölner Werkstatt ausgeführt wurden. Im Unterschied zu den älteren Fenstern des Domes zeichnen sich die Nordseitenschifffenster zu einem Großteil durch großformatige Bildszenen aus. Im Detail vermischt sich Formengut der Spätgotik und Ornamentik, die der Renaissance entlehnt ist. Als Stifter treten Domdechant, Erzbischöfe, die Stadt Köln und Vertreter des Hochadels in Erscheinung.
Matthias Deml, Kunsthistoriker